Dolomiti Bellunesi

Pale di San Martino, San Lucano, Dolomiti Bellunesi, Vette Feltrine

Oberfläche: 31.666 Hektar
Provinzen: Belluno, Trento
Parks: Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi, Parco Naturale Paneveggio-Pale di San Martino

Dieses System ist sehr weitläufig und umfasst verschiedene spektakuläre Berge: von Süden nach Norden die Gipfel der Vette Feltrine, die Gruppe CimonegaErera Brendol, die Monti del Sole, die Berge Schiara und Talvena, die Gruppen der Civetta und der Moiazza, die Pale di San Martino und jene von San Lucano. Die Landschaft ist abwechslungsreich: Felswände, Wiesen und alpine Weiden, Sturzbäche und stille Wasserflächen, Gletscher und Moore. Die Ursprünge dieser Vielfalt liegen im ebenso vielfältigen Gesteinsaufbau des Untergrundes. Im südlichen Teil des Welterbesystems gibt es viele Schutzgebiete, viele unberührte, stellenweise schroffe und unzugängliche Landschaften, tief eingeschnittene Täler und überhängende Felswände. Im nördlichen Teil ist die Landschaft stärker gegliedert. Eines der größten und besterhaltenen fossilen Riffe aus der Zeit der Trias (vor 251 Millionen Jahren) bestimmt die Form des Gebirges: vom Coldai über den Agner, die Pale di San Lucano bis zu den Pale di San Martino wandert man buchstäblich auf den Felsen einer ehemaligen Lagune, die von tausend Meter tiefer gelegenen Meeresböden umsäumt war.
Fantastische Farbkontraste kann man in den Tälern Val Gares oder Valle San Lucano beobachten; sie rühren von den dunklen Felsen des vulkanischen Materials her, das die weißen Hänge des Atollriffs bedeckt. Über den massiven einstigen Riffen und ehemaligen Lagunen, die heute Hochebenen sind, erheben sich weitere Felswände – „neue“, jüngere Berge, die nach der Zeit der Riffe entstanden sind.
Ein eindrucksvolles Zeugnis der geologischen Entwicklung dieser Gipfel ist die eng geschichtete, in zahllose Türme und Nadeln aufgebrochene Felswand der Civetta. Die geologische Bedeutung dieser Berge ergibt sich vor allem aus der Vielfalt: im Süden lässt sich die Geschichte von der Obertrias bis zur Kreidezeit (vor 230 bis circa 100 Millionen Jahren) - als die Dolomiten tief im Meer versunken waren - nachverfolgen, im Norden hingegen jene der Riffe und Vulkane aus der Zeit der Trias (vor 251 Millionen Jahren). Einzigartig in Höhe und Ausdehnung ist das Hochplateau der Fradusta auf den Pale di San Martino. Es handelt sich um eine ursprüngliche, dolomitisierte Riffoberfläche, die durch die Abtragung aller jüngeren Formationen freigelegt wurde.
Besonders aufschlussreich sind die geomorphologischen Merkmale: Karstphänomene und Karstgletscher mit verschiedenen über- und unterirdischen Formen, die Überformung mit Gletschereis, spätglaziale Moränenablagerungen, tiefe, durch Wassererosion entstandene Schluchten und Klammen.

Die Berge von diesem Berg-Systems sind:
Cima Civetta (3.220 Meter)
Cima della Vezzana (3.192 Meter)
Cima di Bureloni (3.130 Meter)
Cimon della Pala (3.129 Meter)
Pala di San Martino (2.982 Meter)
Cima della Fradusta (2.939 Meter)
Monte Mulaz (2.906 Meter)
Moiazza (2.878 Meter)
Agner (2.872 Meter)
Sass Maor (2.814 Meter)
Schiara (2.565 Meter)
Talvena (2.542 Meter)
Burel (2.281 Meter)
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